Yasuhiro Ogawa: Silence
sortie
Yasuhiro Ogawa gilt als eine der neuen starken Stimmen in der japanischen Fotogra-fie.
Durch seine einzigartigen Perspektiven und emotionale Tiefe fängt Yasuhiro Ogawa die Schönheit und das Mysterium des Reisens ein und schafft Bilder, die sowohl zeitlos als auch eindrucksvoll sind.
In seinen Arbeiten werden die klassischen Motive und kontemplative Haltung der japanischen Landschaftsfotografie neu erzählt.
Landschaften erscheinen, wie auf einer Leinwand, durchdringen die beschlagenen Scheiben eines Zuges, Dunkelheit und Licht grenzen aneinander.
Schnee fällt auf sanfte, abgedunkelte Farben.
Die Orte in den Bildern Yasuhiro Ogawas scheinen verwunschen zu sein.
Für seine aktuelle Serie «Into the Silence», folgte Ogawa den Spuren des Haiku-Dichters Matsuo Basho, der im 17.
Jahrhundert den Norden Japans durchwanderte.
Die Gedichtsammlung, die auf dieser Reise, heute unter dem Titel Oku no Hosomichi (Der schmale Weg in den tiefen Norden) bekannt, entstanden, verbinden die komplexe und vielschichtige Ausdrucksform des Haikus mit Naturbeschreibungen eines grösstenteils noch unbekannten Territoriums (die japanische Besiedlung von Hokkaido erfolgte grösstenteils erst im 19.
Jahrhundert) schufen dadurch auch einen bedeutenden nationalen Gründungsmythos Japans.
Ogawa folgt der Route Bashos für 10 Jahre und es entstehen Farbfotografien, welche die Umwelt in Traumlandschaften verwandeln.
Diese Verwandlung des Ortes bleibt aber immer im Status der Verbindlichkeit des realen Momentes.
Die kräftigen Farben erzeugen abstrakte Trennungen in den Bildkompositionen, dadurch wirken die Aufnahmen fragil und offen.
So wie die Stimmung eines Haiku beim Lesen nachklingt, so tritt man in die auratischen Bildräume Yasuhiro Ogawas ein und verliert sich darin.
Einen weiteren Einfluss stellen die japanischen Holzschnitte dar, welche ab Mitte des 18.
Jahrhunderts ...
Galerie 94
Baden
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